Backgammon: Der doppelte Würfel
Hier erfahren Sie für was es den doppelten Würfel beim Backgammon gibt.
In erster Linie kommt dieser spezielle Würfel in allen Backgammon-Wettkämpfen zum Einsatz. Dieser Würfel wird Doppelwürfel genannt und mit ihm wird nicht gewürfelt. Der Doppelwürfel ist mit den Zahlen 2, 4, 8, 16, 32 und 64 beschriftet.
Bekommt nun ein Spieler während des Spieles den Eindruck, dass die Partie zu seinen Gunsten ausgeht, kann er dem Gegenspieler den Doppelwürfel anbieten. In dem Fall, dass der Gegenspieler dieses Angebot ablehnt, gewinnt der Anbieter des Doppelwürfels. Wird das Angebot jedoch akzeptiert, erhält der Gegner den Doppelwürfel mit der nach oben liegenden Zahl 2. Die zwei weißt darauf hin, dass das Ergebnis des Spiels verdoppelt wird.
Ist im weiteren Verlauf nun der andere Spieler der Meinung, dass er die Partie für sich entscheiden kann, so kann er seinem Gegner wiederum den Doppelwürfel anbieten. Wird das Angebot angenommen, wird der Doppelwürfel so gedreht, dass die aktuelle Zweier-Potenz sichtbar wird. Das Anbieten des Doppelwürfels kann sich bis zu einem 64fachen Gewinn oder höher steigern.
Verdoppeln darf immer der Spieler, welcher im Besitz des Doppelwürfels ist. Dieser muss das Angebot an seinen Gegenspieler von dem eigentlichen Würfelwurf richten. Erst nachdem die Verdoppelung angenommen wurde, darf der weitere Wurf mit den beiden 6er Würfeln vollzogen werden.
Der Doppelwürfel geht in seiner Augenzahl bis 64. Jedoch ist selbst bei der Zahl 64 nicht Schluss. Nach den Regeln sind weitere Verdoppelungen möglich. Diese werden aber unter sehr guten Spielern nur sehr selten genutzt. Selbst eine Verdoppelung bis zur Zahl 16 ist bereits sehr selten. Ist ein Match soweit fortgeschritten, dass eine bestimmte Anzahl von Punkten erreicht wurde, ist ab dem Zeitpunkt das Verdoppeln sinnlos, da der Spieler, welcher dieses Spiel gewinnt auch das gesamte Match gewinnt, egal wie oft weiterhin verdoppelt wird.
Beim Backgammon spielen wird der Doppelwürfel vor allem dann eingesetzt, um Spiele, die Eindeutig sind, schneller zu beenden. Besonders erfahrene Spieler sehen oftmals direkt, ob bei einer bestimmten Konstellation der Steine eine Verdoppelung sinnvoll erscheint oder ob man bei einer Verdoppelung des Gegners besser das Handtuch wirft. Neben den eigenen Einschätzungen hängt eine solche Entscheidung auch vom gegenwärtigen Punktestand ab. Der Führende Spieler wird das Verdoppeln eher vorsichtig benutzen, während der Spieler im Rückstand aggressiver auf das Verdoppeln zurückgreifen wird.
Es gibt eine kleine Faustregel, welche besagt, dass wenn eine 25 %ige Gewinnchance besteht, man am besten mitgehen soll. Das heißt in der Backgammon Fachsprache „take“. Ist die Chance auf einen Sieg geringer, sollte der Spieler besser aufgeben. Das nennt der Backgammon Spieler „pass“. Besteht aber eine gute Chance auf ein Gammon oder ein Backgammon, ist die Verdoppelung nicht angesagt. Denn durch ein Gammon oder Backgammon kann man einen höheren Gewinn erzielen. Verdoppelt man in so einer Gelegenheit und der Gegner lehnt ab, erzielt man nur den einfachen Einsatz als Gewinn.